Niedersachsen investiert rund 783.000 Euro in „Zukunftsdiskurse“

24. Februar 2021

Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördert faktenbasierte Meinungsbildung

Unter dem Motto „Zukunftsdiskurse“ fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur den Austausch der Wissenschaft mit der Öffentlichkeit zu tagesaktuellen Fragestellungen. Für sieben Projekte an sechs Hochschulen stehen aus dem Niedersächsischen Vorab insgesamt rund 783.000 Euro zur Verfügung. „Unser Ziel ist es, kontroverse Fragestellungen aus gesellschaftlich relevanten, aktuellen Forschungsprojekten in öffentlichen Veranstaltungen sichtbar zu machen“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Die großen Herausforderungen wie der Klimawandel und die Covid-19-Pandemie zeigen, wie wichtig der Dialog der Wissenschaft mit der breiten Öffentlichkeit ist. Ein solcher Diskurs ermöglicht eine faktenbasierte Meinungsbildung der Gesellschaft. Das gilt natürlich auch für viele andere Themen.“

Die Meinung des Ministers teilt auch der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht. Als Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur unterstützt er ebenfalls die Pläne des Ministeriums, den stetigen Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft weiter zu fördern. „Das Vertrauen der Menschen in Forschung und Entwicklung kann und muss auch in Zukunft gestärkt werden. Unsere heimischen Standorte an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind der Garant für die medizinische, kulturelle und intellektuelle Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Der Nutzen der Gesellschaft muss allerdings auch durch Transparenz und stetige Kommunikation aufrechterhalten werden. Daher sind die Investitionen in diese Forschungsfelder stets richtig und weisen den Weg in die Zukunft.“

Im Rahmen der „Zukunftsdiskurse“ werden Projekte wissenschaftlicher Einrichtungen gefördert, die als Orte der methodischen Kritik, des zivilisierten Diskurses und eines wissenschaftlich fundierten Dialoges gelten. Das Ziel der „Zukunftsdiskurse“ ist es, Skepsis und Ängsten wissenschaftlichen Themen gegenüber entgegenzutreten und gleichzeitig mehr Transparenz zu schaffen, indem die Gesellschaft aktiv und mittels Versachlichung eingebunden wird.

Gefördert wird die Organisation von Veranstaltungen, aber auch ihre inhaltliche Vorbereitung und wissenschaftliche Begleitung. Dazu gehören beispielsweise die Ausarbeitung von Thesenpapieren und Impulsaufsätzen sowie die Zusammenfassung der Veranstaltungsergebnisse. Für jedes Projekt stehen maximal 120.000 Euro bei einer Laufzeit von maximal 15 Monaten zur Verfügung.

 

Liste der geförderten Projekte (Titel – Hochschule – Antragssumme)

Lehren und Lernen post Covid-19 – Die Bedeutung des New Learning für Schule und Gesellschaft

Leibniz Universität Hannover – 118.794,97 €

 

Institutioneller Antiziganismus: Herausforderung erkennen, Teilhabe stärken, Inklusion gestalten

Leibniz Universität Hannover – 119.985,00 €

 

Unser Gesundheitswesen von morgen: Digitalisierung – Künstliche Intelligenz – Diversität

Universitätsmedizin Göttingen – 113.508,00 €

 

Arbeiten zwischen Home und Office – Betriebliche Regelungen und Weiterbildungen

Universität Oldenburg – 119.550,00 €

 

Wissenschaftsvermittlung in der Informationskrise um die COVID-19-Pandemie (WInCO)

Universität Hildesheim – 119.308,00 €

 

Kollaborative Intelligenz. Reallabor Hagenmarkt, Braunschweig

Technische Universität Braunschweig – 72.200,00 €

 

Ernährung der Zukunft: Insekten und alternative Proteinquellen – eine Lösung für kommende gesellschaftliche Herausforderungen?

Tierärztliche Hochschule Hannover – 119.900,00 €

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