8,75 Millionen Euro für Start von Arbeitsmarktprojekten und Weiterbildungen

Münzenstapel

Ab jetzt können in Niedersachsen neue regionale Fachkräfteprojekte sowie Qualifizierungsprojekte für Arbeitslose und Beschäftigte starten, das hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann heute in Hannover bekannt gegeben. Diese werden mit acht Millionen Euro aus REACT-EU-Mitteln (Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe) und rund 750.000 Euro aus Landesmitteln gefördert. Das Geld fließt in die drei ESF-Programme ‚Unterstützung Regionaler Fachkräftebündniss‘, ‚Qualifizierung und Arbeit‘ sowie ‚Weiterbildung in Niedersachsen (WiN)‘.

Minister Althusmann: „Insbesondere mit Blick auf die Zeit nach der Corona-Pandemie müssen wir in Niedersachsen den wirtschaftlichen Aufschwung stärken. Hierzu leisten Maßnahmen, mit denen wir Beschäftigte und Arbeitslose weiter und neu qualifizieren, sowie Maßnahmen zur Fachkräftesicherung einen großen Beitrag. Indem wir zugleich Kompetenzen für die digitale und ökologische Transformation vermitteln, investieren wir außerdem in die Zukunft unseres Landes.“

Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht ergänzt weiterhin: „Jede Hilfe nach der schwierigen Corona-Phase ist jetzt willkommen. Das Land tut gut daran, diese Programme zur Qualifizierung und Weiterbildung auf den Weg zu bringen.“

In den niedersächsischen Fachkräftebündnissen werden mit der neuen Förderung rund 15 Projekte zur Fachkräftesicherung auf den Weg gebracht. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich Wasserstoffwirtschaft. Drei regionale Fachkräfteprojekte sollen sich mit dem Thema Qualifizierung in der Wasserstoffwirtschaft befassen und so einen Beitrag zur Vernetzung, Bedarfserhebung in Unternehmen sowie Erweiterung der Weiterbildungsangebote leisten.

Für das Programm ‚Qualifizierung und Arbeit‘ hat die NBank insgesamt 17 Projekte zur Qualifizierung und Stabilisierung insbesondere von Langzeitarbeitslosen und Migrantinnen ausgewählt. Diese werden insbesondere in den Bereichen Hauswirtschaft, Lager-Logistik, Pflege/Betreuung, Hotellerie und Gastronomie, Metallbau, Holz, Farbe, Garten- und Landschaftsbau sowie Tourismus ausgebildet. Zusätzlich werden in vielen der Projekte digitale Grundkompetenzen sowie in einzelnen Projekten ökologische Kompetenzen vermittelt – beispielsweise wie E-Bikes umgerüstet und hergestellt werden können.

Im September 2021 hat das Land außerdem zur Beantragung von Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte in Betrieben ausgerufen. Über das Programm ‚WiN‘ werden – zusätzlich zur regulären Förderung – Weiterbildungen insbesondere in KMU gefördert, die mindestens einen Baustein zur Vermittlung von digitalen Kompetenzen und Fertigkeiten und/oder zu nachhaltigen ökologischen Wirtschaftsthemen beinhalten. Sie richten sich an Beschäftigte aus Unternehmen, insbesondere KMU sowie Betriebsinhaber kleiner Unternehmen. Weiterbildungsmaßnahmen dürfen bis maximal März 2023 laufen.

Weitere Informationen zum WiN-Aufruf sind bei der NBank zu finden: https://www.nbank.de/Unternehmen/Ausbildung-Qualifikation/Weiterbildung-in-Niedersachsen/index.jsp.

Mit diesen finanziellen Hilfen will die EU die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Unternehmen, Beschäftigte und Arbeitslose abfedern und die Mitgliedsländer krisenfester aufstellen. Zugleich sollen die Fördermaßnahmen positive Impulse für die Digitalisierung der Arbeitswelt und/oder die ökologische Transformation der Wirtschaft leisten.