Transparenz bei der Netzabdeckung: Mobilfunkatlas Niedersachsen startet

15. Mai 2019

Staatssekretär Muhle: Meilenstein zur Optimierung der Mobilfunkversorgung
Als eines der ersten Bundesländer hat Niedersachsen in Kooperation mit den Netz-betreibern die Netzabdeckung im Bereich 2G (GSM) und 4G (LTE) erfasst und in Form des Niedersächsischen Mobilfunkatlas veröffentlicht. Dieser wird vom Breit-band Zentrum Niedersachsen Bremen (b|z|n|b) geführt und ist ab sofort im Internet abrufbar.
https://www.niedersachsen-breitbandatlas.de/mapbender3/application/Mobilfunkatlas_Niedersachsen
Der Mobilfunkatlas soll Landkreisen und Kommunen als Informationsquelle dienen und legt die Lücken in der Mobilfunkversorgung offen, in denen kein Netzbetreiber aktiv ist.
„Durch die Zusammenarbeit aller Mobilfunkanbieter haben wir für Niedersachsen die Funklöcher identifiziert und so bereits einen ersten Meilenstein gesetzt, um die Mobilfunkversorgung bei uns im Land zu verbessern. Der Mobilfunkatlas macht die Netzabdeckung in Niedersachsen transparent und zeigt, wo es Fortschritte in der Mobilfunkversorgung gibt und wo noch Arbeit auf uns wartet“, sagt der Staatssekretär Digitalisierung im Wirtschaftsministerium, Stefan Muhle.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht kommentiert dies ebenfalls sehr positiv: „Eine flächendeckende Mobilfunkversorgung ist heute ein wichtiges Kriterium für die Gesellschaft. Insbesondere im ländlichen Raum entscheidet die Netzqualität mit über die Entscheidung der Menschen, aufs Land zu ziehen oder nicht. Daher ist es ein wichtiger Fortschritt, dass die Netzabdeckung nun transparent und für jeden einsehbar ist.“ Dadurch, dass jeder auch weiterhin weiße Flecken im Mobilfunknetz melden könne, werde die Behebung der Funklöcher zusätzlich weiter vorangetrieben. Damit würde auch den Betreibern eine Hilfestellung an die Hand gegeben, die verbliebenen weißen Flecken zu beheben, so Ehbrecht weiter.
Das Ziel der niedersächsischen Landesregierung ist eine flächendeckende 4G-Mobilfunkversorgung bis 2021. Der Ausbau der Infrastruktur ist eine eigenwirtschaftliche Aufgabe der Telekommunikationsunternehmen. Dort wo sich der eigenwirtschaftliche Ausbau kommerziell nicht trägt, koordiniert das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Netzbetreibern den Flächenausbau.
Auch die „Autorisierte Stelle Digitalfunk“ des Niedersächsischen Innenministeriums ist in diesen Prozess einbezogen. Sie stellt die landeseigene Infrastruktur der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) unter Berücksichtigung der Sicherheitsbelange für die private Mobilfunkversorgung zur Verfügung.
Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und den Netzbetreibern ist die Grundlage für einen transparenten Ausbauprozess, in dem die Landkreise und Kommunen über konkrete Projekte in ihren Regionen informiert werden. Das b|z|n|b stellt auf seiner Website eine Übersicht des Ausbaus zur Verfügung, die quartalsmäßig aktualisiert wird. Diese beinhaltet Aufrüstungen auf den 4G-Standard ebenso wie komplette Neuerrichtungen von Mobilfunkmasten.
http://www.breitband-niedersachsen.de/fileadmin/Download/pdf/Mobilfunkatlas/Standorte_2019.pdf

Kommentare sind geschlossen.