Meyer und Ehbrecht: Digitalisierung des Gesundheitswesens kann Krankenversorgung verbessern – Datensicherheit garantieren, Patienten und Beschäftigte eng einbinden

9. September 2020

Hannover. Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Volker Meyer, spricht sich vor dem Hintergrund der Digitalisierung des Gesundheitswesens für die gezielte Förderung erfolgreicher Projekte sowie neuer Modellvorhaben aus. Die Enquetekommission zur Sicherstellung der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung in Niedersachsen hatte sich zuletzt in mehreren Sitzungen mit konkreten Vorhaben wie der Telemedizin und digitalem Krankenhausmanagement, aber auch mit Datenschutz- und Kostenfragen auseinandergesetzt. „Fachleute haben uns von vielen innovativen Projekten berichtet, die heute bereits erfolgreich im Einsatz sind. Wir wollen die Transformation des Gesundheitswesens unterstützen und somit einen Beitrag dazu leisten, die medizinische Versorgung insbesondere im ländlichen Raum zu verbessern“, so Meyer. Man werde bei den Patientinnen und Patienten ebenso wie bei den Beschäftigten um Unterstützung werben und Berührungsängste durch Aufklärung abbauen.

 

Unterstützung erhält Meyer dabei vom CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Ehbrecht, Mitglied in den Ausschüssen für Wissenschaft und Kultur, sowie Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. „Besonders in der Anfangszeit der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig eine digitalisierte Infrastruktur auf dem Gebiet der Krankenversorgung ist und dass dies auch in Zukunft für Patienten immer wichtiger werden wird. Nicht nur, dass in Krisenzeiten ein direkter Kontakt von mehreren Patienten vermieden werden kann, durch den digitalen Ausbau können u.a. die Wartezeiten und lange Wege zum Arzt deutlich verkürzt werden. Diese Vorteile gilt es für die Menschen, besonders im ländlichen Raum, weiter auszubauen.“

 

Grundvoraussetzung hierfür sei unter anderem ein gesetzlich garantierter Datenschutz, betont Meyer ebenso. Ab 2021 können alle Patienten eine elektronische Patientenakte erhalten. „Es muss dann geregelt sein, auf welche Daten der Behandelnde zugreifen darf. Hierzu bedarf es klarer Regelungen durch den Gesetzgeber. Darüber hinaus müssen die hochsensiblen Netzwerke der Krankenhäuser und Ärzte effektiv gegen Angriffe von außen geschützt werden“, fordert der Sozialpolitiker mit Blick auf die zahlreichen Electronic-Health-Potentiale beispielsweise im Medikationsmanagement oder der Pflege- und Behandlungsdokumentation.

 

Darüber hinaus gebe es schon heute erfolgreiche Modellprojekte aus dem Bereich der Telemedizin, die die Behandlungsqualität oft sogar verbessern. „Anstatt den oftmals betagten Patienten eine lange Fahrt zum nächsten Arzt zuzumuten, findet die Sprechstunde per Tablet im eigenen Wohnzimmer statt. Auch die Delegation ärztlichen Leistungen an Pflegedienste wird durch die Nutzung der Telemedizin erleichtert“, erläutert der Sozialexperte. Vor allem im ländlichen Raum biete der Einsatz viele Vorteile. So wurden alleine im ersten Quartal 2020 in Niedersachsen über 13.000 Videosprechstunden durchgeführt, vorwiegend mit Psychologen und Hausärzten.

 

„Wir wollen an der Spitze des Fortschritts stehen, zugleich aber bestmögliche Datensicherheit und medizinische Versorgung garantieren“, so Meyer. „Bevor wir Projekte in der Fläche ausrollen, wollen wir sie gründlich evaluieren, um Stärken und Schwächen gleichermaßen aufzuzeigen. Am Ende muss es darum gehen, die betroffenen Patienten und Beschäftigten von den Vorteilen der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu überzeugen.“

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