Statement zur Wasserstoffstrategie der Bundesregierung

11. Juni 2020

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und die Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion haben die heute verabschiedete Wasserstoffstrategie der Bundesregierung begrüßt:

„Wir hätten uns ambitioniertere Ziel beim Ausbau der Wasserstoff-Erzeugungskapazitäten gewünscht, aber die Wasserstoffstrategie hat das Potential, erhebliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland zu generieren und Deutschlands Wasserstoffwirtschaft langfristig in der ersten Liga zu platzieren. Die Wirtschaftsminister der norddeutschen Länder haben bereits im November eine norddeutsche Wasserstoffstrategie verabschiedet. Jetzt bekommen wir Rückenwind von der Bundesregierung. Die Industrie wird sich dort ansiedeln, wo die Energie der Zukunft erzeugt wird. Norddeutschland wird deshalb aufgrund seiner Lage und natürlichen Voraussetzungen eine wesentliche Rolle in der Wasserstoffwirtschaft spielen. Wir haben bereits viel Windstrom und weitere Offshoreanlagen werden errichtet werden. Wir haben Erdgaskavernen für die Speicherung von Wasserstoff, Seehäfen zum Import von Wasserstoff und Export von Wasserstofftechnologien und -komponenten. In Niedersachsen kann sich eine starke Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickeln, mit Elektrolyseuren, Erzeugern von Brennstoffzellen und Mobilitätsanbietern. Im Fahrzeugbau sind die Erfolge bereits sichtbar: Müllfahrzeuge und Kehrmaschinen mit kombiniertem Batterie- und Brennstoffzellenantrieb sind eine Entwicklung aus Niedersachsen, ebenso der weltweit erste Wasserstoffzug, der demnächst im regulären Einsatz sein wird. Unsere Stahlindustrie arbeitet daran, Kohle durch CO2-freien Wasserstoff zu ersetzen und damit die Stahlherstellung ökologischer zu machen. Die Bundesregierung hat das Potential in Niedersachsen bereits erkannt, und bei den – überproportionalen – Zuschlägen für die „Reallabore der Energiewende“ und „HyLand“- Projekte berücksichtigt. Jetzt erwarten wir, dass insbesondere die Netzausbaugebiete in Norddeutschland als Standorte von Elektrolyseuren berücksichtigt werden, der Ausbau der Offshore Windenergie zügig erfolgt, sowie die Befreiung der Produktion von grünem Wasserstoff von der EEG-Umlage kurzfristig umgesetzt wird.“

Auch der Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht, Mitglied in beiden Federführenden Ausschüssen für Wirtschaft und Wissenschaft teilt die Meinung von Minister Althusmann: „Der Ausbau der Wasserstofftechnologie muss als ein zweites Standbein für eine nachhaltige Verkehrspolitik und als ein zukünftiger Ersatz für den klassischen Verbrennungsmotor etabliert werden. Unser Bundesland Niedersachsen ist durch die guten Investitionen in die Standortinfrastruktur für dieses Ziel gut aufgestellt und kann sich durchaus gegenüber anderen Ländern behaupten. Hierfür gilt es jedoch, auch weiterhin am Ball zu bleiben und den guten Weg weiterzugehen, den wir bereits eingeschlagen haben.“

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